Salzhaff (Teil 2) – Ein Traum-SUP-Tag, wenn da nicht…

Gestern und auch heute fragte ich mich immer wieder, was eigentlich ein Salzhaff ist. Jetzt hab ich nachgelesen. Also es scheint, dass es nur das eine Salzhaff gibt und es heißt so, weil das Wasser einen gewissen Salzgehalt hat und weil durch Anlandung Salzwiesen entstanden sind. Nachzulesen: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Salzhaff

31.7.2022 4:30 Uhr – ich wurde wach und schaute auf die Uhr und dann auf die Windvorhersage. Da beschloss ich relativ schnell, liegenzubleiben, auszuschlafen und die Kaffeeinladung von Martin anzunehmen ☕.

Und für mich – heute glücklicherweise – kam der Wind schon ca. 2 Stunden früher. Ich lag noch im Zelt, als die erste Windböe über mich fegte. Aufatmen, alles richtig gemacht. Auch lernte ich, dass die Windy-App wohl die App ist, die den tagesaktuellen Wind besser anzeigt.

Heut‘ ging dann alles sehr entspannt los und um ca. 10:00 war ich paddelbereit.

Im Hintergrund kann man die Insel Langenwerder erahnen – eine unbewohnte Naturschutzinsel.

Mit ein bisschen Kreuzen ging meine Fahrt heute erstmal in Richtung Kieler Ort (ebenfalls eine Naturschutzinsel). Ich weiß nicht warum, aber es gibt immer wieder kleine und große motorbetriebene Schiffe, die nichts mit Schifffahrtsregeln am Hut haben. Muskelkraft vor Motorkraft- plötzlich egal und der Schwächste hat das Nachsehen 🤷🏻‍♀️. Nach dem ersten kleinen Motorboot, welches mit Höchsttempo in Richtung Kieler Ort fuhr und dann dort auch anlegte 🤨, ging ich sicherhaltshalber in die Knie. Alles gut. Aus der Ferne sah ich ein größeres Motorschiff kommen. Ich war mir irgendwie sicher, dass ich ja nun durch die Fahrrinne bin und alles entspannt ist. Nur hab ich die Rechnung ohne dieses Schiff gemacht. Ich paddelte weiter und das Schiff kam immer näher und näher. Ich dachte nur: ‚Sch…‘ Selbst, als sie mich sahen, reduzierten sie ihr Tempo nicht und fuhren unerlaubter Weise extrem dicht am Kieler Ort vorbei. Folge war, dass ich irgendwie die mindestens 80cm hohen „Heck“wellen überwinden muss. Vertrauen und glauben, dass alles gut wird. Auf einer Wanderruderfahrt hätte ich das Boot längs zu den Wellen gesteuert. Das stand mit dem SUP nicht zur Debatte. Also steuerte ich so, dass die Wellen von hinten kamen und hoffte, dass alles gut geht. Noch eine Welle und noch eine und – vorbei. Puh. Danke Nordi, du bist toll. 😘

Beim Ranzoomen kann man das … Motorschiff erkennen, welches Nachhilfe in den Schifffahrtsregeln braucht. 🤨

Egal – ging ja gut und ich war froh, dass ich meine Rettungsweste umhatte. Ich ließ diese Erfahrung hinter mir und verbuchte sie unter: „Glaub nur an Dich selbst und trau keinem anderen Verkehrsteilnehmer, egal, wie er unterwegs ist.“

Nun begann das eigentliche entspannte SUPen und vor mir das Salzhaff und die mysteriöse verbotene Halbinsel Wustrow.

Eigentlich doch ein romantischer Blick oder?

Bei teilweise spiegelglattem Wasser paddelte ich weiter und manchmal kamen ein paar Dünungswellen vorbei und ein Zweierkajak mit Erik und Heinz an Bord. Wir kamen kurz ins Gespräch. Die Beiden hatten sich gestern auf einer Radtour getroffen. Erik war das erste mal alleine unterwegs und Heinz lud ihn spontan auf die heutige Paddeltour rund um Wustrow ein – wie cool 👍.

Haffbegegnung 🤗

Kurze Fortbildung von Heinz:

In diesem kleinen Wasserarm gibt es bodenbrühtende Kormorane. Die einzigen in Deutschland. Da Naturschutzgebiet fuhr ich weiter.

Heinz berichtete auch, das die Seeseite von Wustrow für ihn immer das Beste ist. Jedoch muss man dort die Tonnen umfahren wegen der Munitionsbelastung. Das möchte ich auf jeden Fall nochmal machen, aber nicht allein.

Es war heute eine tolle entspannte Tour – einzige Hindernisse, die zahlreichen Fischernetze, die es zu erkennen und zu umrunden galt.

Nach guten 10km sah ich Rerik und am Ende etwas rotes – ja es war das Kajak von Heinz.

Ein kurzer Plausch und ich verabschiedete mich und fuhr glücklich zurück zur Surfschule Rerik. 🥰 Und selbstverständlich gab es ein Fischbrötchen zum Abschluss. 😇

Strecke: Boiensdorfer Werder – Rerik (auf der Seite der Halbinsel Wustrow) 12,3 km

Highlight: die wunderschöne seit langem unberührte Natur genießen zu dürfen und … das Ausschlafen 😇

Herausforderung: den Wellen des egoistischen großen Motorbootes Stand zu halten und zu vertrauen

Danke: nochmal an Martin für den frisch gebrühten Kaffee am Morgen und fürs Aushelfen mit Magnesium 🥰 (gute Weiterreise Dir) und vor allem Danke ich meinem Bauchgefühl und meinem SUP, dass sie mich so gut durch den Tag getragen haben 🙏💓 Danke auch an Heinz für die Fotos 😇.

2 Kommentare

  1. Avatar von Angelika Stock Angelika Stock sagt:

    Hallo Liebes,
    Super Tagebuch von Dir. Du machst das echt richtig gut. Danke dafür 😘

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    1. Liebe Angelika, Danke Dir. Bin selbst schon gespannt, wann es weiter geht. 🥰

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