Das Reriker Salzhaff (Teil1) –  alle Aufregung (fast) um sonst😉 oder Rechnen muss man können 🙈

Auf meiner Rundtour um Poel entstand die Idee, das Salzhaff zu erpaddeln an zwei Tagen mit Übernachtung. Der Wind fürs WE war ganz ok vorhergesagt, aber nicht wirklich klar. Die Vorhersage wechselte in Richtung und Stärke. Deshalb ging ich auf Nummer sicher und checkte die Lage in Rerik am Tag vorher. Wo setze ich ein? Wo kann mein Auto stehen?

Freitag 29.07.2022: Auf dem Weg nach Rerik lag Wismar und hier das Surfcenter. Da mein Nordi am Tag vorher durch die Turbulenzen auf dem Wasser ein paar Schrammen abbekommen hatte, ging ich auch hier auf Nummer sicher und fuhr zu Micha. Kurzer Check und schnelle Beruhigung vom Fachmann. Gut für meinen Kopf.

In Rerik machte ich dann einen kleinen Erkundungsspaziergang, ein kurzer Plausch mit einem Surflehrer der Surfschule am Haff. Hier ein paar Eindrücke – Rerik ist immer einen Besuch wert.

Rerik – Salzhaff

Wegen der unklaren Windvorhersage und nach meiner Paddelerfahrung von vorgestern entschied ich mich, so früh wie möglich loszupaddeln.

Mit diesem Sonnenuntergang und „etwas“ Aufregung ab ins Bett.

Samstag, 30.07.2022 – Der frühe 🐦? In dem Moment war das egal, da ich von alleine sehr früh aufwachte. Da war sie wieder – die Aufregung.

Um halb 8 war ich auf dem Wasser. Und später stellte sich heraus, das das gut so war, unabhängig davon, dass ich die Morgenstimmung beim SUPen extrem genieße und aufsauge. 🤗

Start an der Surfschule am Salzhaff

Meine Tour durch das Salzhaff begann mit ein wenig Gegenwind. Das war nicht schlimm, da ich ja wusste, dass ich nach kurzer Zeit im Windschatten fahren werde. Meditativ und entspannt paddelte ich vorbei an kleinen Sandbuchten und naturbelassenen Schilfstreifen und begegnete immer wieder den verschiedensten Vogelarten.

Kleiner Exkurs. Vor ein paar Jahren bin ich genau hier an der Küste gewandert. An diesen Tag kann ich mich noch sehr gut erinnern. Nach Empfehlung ging ich einen Weg, der am Salzhaff entlang gehen sollte. Nur leider war das Schilf so hoch und dicht, dass es nicht weiter ging. So musste ich umkehren und ging an diesem Tag 40km. Heute musste ich nicht umkehren und genoss den Ausblick und die Erinnerung vom Wasser aus.🤗❤️

Nur das Haff und ich 💓.

Nach knapp 10 km erreichte ich um 10:00 Uhr die Surfschule San Pepelone und deren Beachbar. Pause, Kaffee. Und doch noch mal die Entfernung checken, denn ich war auf 24 km eingestellt. 🤔 Aber irgendwie konnte das nicht sein. Ein Blick auf die Canua App und 🙈 verrechnet. Es waren laut App 14km. Egal der frühe Aufbruch war auf jeden Fall gut. So nahm ich mir die Zeit für eine verlängerte Pause und wartete, bis die Beachbar öffnete.

Und weiter geht’s. Doch was sollte das werden? Wind aus Nordwest 🤨. Angesagt war Ost/ Nordost oder Südost. Von West war auch jetzt keine Rede. Na ja. So ist es mit den Naturgewalten. Anfangs waren es nur kleine Windwellen auf denen ich tanzen konnte, doch der Wind nahm zu und es hieß mal wieder kniend „kreuzen“. So kam ich dann irgendwann am Womostellplatz Boiensdorf an. Dieser Spot ist ein guter Surfspot, wenn man einen der beliebten Stellplätze ergattert. Dann ließ der Wind zumindest ein bisschen nach, so dass die Welle kleiner wurde. Doppelpaddel raus und um den Boiensdorfer Werder mit einer neuen Paddeltechnik:

Da ich Seitenwind von der Seeseite hatte, fasste ich das Paddel nicht in der Mitte an, sondern weiter rechts. So konnte ich mit der linken Seite entspannte Bogenschläge machen und mit rechts kurz mitpaddeln. Wieder was gelernt.🥰

So paddelte ich mich um den Werder und wurde dann mit Rückenwind zum Haffcamp getragen. Geschafft nach 15,5 km. 😇

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordreportage/Ich-bau-mir-einen-Campingplatz-Neustart-an-der-Ostsee,sendung1249460.html

Der Tag geht zu Ende:

Windvorhersage für morgen, so gut wie kein Wind. 🤔? Dann könnte ich auf der anderen Seite an Wustrow vorbeipaddeln. Schauen wir mal😉.

Mir den Kranichen im Hintergrund sag ich: „Gute Nacht“ 😴.

Strecke: Rerik- San Pepelone- Boiensdorf- Haffcamp 15,5 km

Highlight: die Stille, nur die Natur, das Haff und ich

Herausforderung: geduldig und entspannt zu bleiben

Danke: an alle, die mein SUP mitgetragen haben und Danke an Martin (aus MD, Thailand, Heidelberg 😉) fürs Ausleihen des Gummihammers und für die kommunikative Gesellschaft.

2 Kommentare

  1. Avatar von Dörte Dörte sagt:

    Wow, danke für den interessanten Bericht und die wunderschönen Bilder.
    Weiterhin viel Erfolg und eine sturmfreie Heimfahrt.🙂

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    1. Liebe Dörte, Danke Dir. 🤗

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