Fazit/ Resümee/ Rückblick – nenn es, wie du willst 😉

Strecke: ca. 253 Paddelkilometer von geplanten ca. 286 km (ohne Kieler Förde) + ca. 9 km zu Fuß und 27 km Autotransport

Zeit: 17 Tage (21 eingeplant)

Highlights-Favorits: das morgendliche meditative Paddeln (nur ich, mein Sup und die Natur); Übernachten auf der Lotseninsel an der Schleimündung; die Begleitung durch die Robbe Friedolin in Richtung Fehmarnsundbrücke; die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen

die größten Herausforderungen: Paddeln durch die Wellen mit und ohne Wind (in der Flensburger Förde, dann zur Schleimündung und bei Todendorf); Entscheidungen zu treffen; die eigenen Kräfte richtig einschätzen können, der Rückenwind am Ende beim Zieleinlauf 🏁🌬️

Würd ich das wieder tun? Ja auf jeden Fall.

Warum? wegen der schönen unterschiedlichsten teils naturbelassenen Küstenlandschaften und ich liebe die Bewegung des stehenden Paddelns. Die Entschleunigung ist sehr wohltuend für den ganzen Körper und Geist. Außerdem finde ich es sehr reizvoll, dass man nicht wirklich weiß, was am nächsten Tag sein wird, wo man ankert – der Reiz des Ungewissen, des Momentes und des Minimalismus. Ich habe mal wieder erleben dürfen, was es heißt, mit wenigen Dingen klar zu kommen und Kleinigkeiten zu schätzen bzw. Wertzuschätzen, wie gut es mir gut.

Die Ostsee ist für mich wie ein Magnet. Ich liebe ihre Ruhe und Mystik, aber auch ihre Impulsivität, Kraft und Energie und habe Respekt vor ihrer tlws. Unberechenbarkeit. Gerade kann ich mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Irgendwie ist die Ostsee auch wie ich – ein Wellenmensch 😇.

Was nehme ich mit? die Geduld und Ruhe aus dem Wellenpaddeln und ab und zu mal Innehalten und nicht einfach drauf los, mal nach links und rechts schauen sowie das sich etwas trauen und sich Vertrauen und die Dankbarkeit 🤗

Was geb ich anderen mit auf den Weg, die ähnliches mit dem SUP vorhaben?

gut vorbereitet in die Tour starten, zumindest was die Bedingungen wie Sperr- oder Naturschutzgebiete betrifft. (eine Seekarte hilft hier enorm weiter), Evtl. Pausentage einplanen und mit einem möglichen Abbruch rechnen. Es ist sinnvoll, ein paar Paddeltechniken zu kennen, um das SUP schnell manövrieren zu können.

Entscheiden, ob ein SUPpaddel reicht oder es evtl. sinnvoll ist, ein Doppelpaddel mitzunehmen?

Aufblasbares Sup finde ich persönlich sinnvoller. Solltest du überlegen, Dir ein SUP anzuschaffen, probiere verschiedene aus (möglich ist das an manchen SUPstationen oder bei einem Kurs) oder frag Deinen Surfhändler des Vertrauens (Danke an dieser Stelle an Frank #surfcenterluebeck). Es gibt inzwischen so viele verschiedene SUPs für die verschiensten Zwecke.

Oscar, mein kleiner Wagen war Gold wert.

Vor der ersten längeren Tour mal eine Ein- oder Zweitagestour mit Gepäck zur Probe machen.

Unterschätze die Sonne und die Entfernungen auf dem Wasser nicht.

Apps, Google Maps und Wettervorhersagen nutzen, aber nicht fest darauf bauen. Vertrau Deinem Instinkt und Deinem Bauchgefühl in dem Moment. Wellen- und Wolkenveränderungen sind wichtige Zeichengeber. Wenn sie sich verändern, verändert sich oft auch der Wind.

Rettungsweste? Sie schadet ja nicht und stört auch nicht beim Paddeln und kann im Notfall Dein Leben retten. (Danke -hier passt es jetzt- an die Fa. Adolf Diercks & Co Lübeck, die vor der Tour noch extrem kurzfristig meine Weste gewartet hat.)

Schätze Deine Kräfte gut ein – wenn möglich ufernah paddeln.

Verpflegung: für den jeweiligen Tag (auch im Sommer gehen Brötchen mit Käse, Äpfel, kleine Gurken) und Notproviant für 2 Tage (z.B. Porridge aus der Tüte, Quinoa oder ähnliche Tütenmahlzeit, Müsliriegel und Studentenfutter); nicht zu viel erwarten von den Verpflegungsmöglichkeiten auf den Campingplätzen – hier gibt es Riesenunterschiede. Genügend Wasser mitnehmen!

Kleidung: auch Frau kommt mit einem Paar Schuhe aus 😃😉… Raus aus der Komfortzone. Alles, was Du mitnimmst, muss auch von Dir auf dem Wasser bewegt werden.

Danke: an dieser Stelle allen, die mich hier im Blog, aber auch sonst in Gedanken begleitet haben. Danke an alle, die mich unterwegs durch kleine oder große Gesten „beschenkt“ und mir damit sehr geholfen haben. Danke den DLRG- Stationen und Surfschulen an der Küste für eure guten und wichtigen Hinweise zur jeweiligen Küstenlandschaft und deren evtl. Tücken. Danke an alle Campingplätze, die immer noch irgendeine Ecke für mein Zelt frei hatten. Danke an Google Maps, Canua und Windfinder, die mir bei der Routen- und groben Tagesplanung sehr geholfen haben. Danke für das Wetter – ich hatte im Großen und Ganzen ziemlich viel Glück. Danke an Kai, dass Du mir gut zugeredet hast, diese Tour trotz meiner körperlichen Maleschen anzutreten. Und zu guter Letzt Danke an mein SUP. Danke an meinen Körper: gut gemacht😘 (auch mit nicht ganz intakter Schulter und rheumatischer Erkrankung sind viele Dinge möglich. Die Devise für mich ist: alles in Maßen und nicht übertreiben.😇🙏)

Ich möchte mich beim NABU Schleswig-Holstein für den Schutz des Lebensraumes Ostsee bedanken und spende 50 Cent pro gepaddelten Kilometer dafür – als kleine Geste, dass ich diese wunderschöne Natur und Lebenswelt von der Wasserseite aus erleben und aufsaugen durfte. Danke.

Danke Gott/ dem Universum/ der unbeschreibbaren Kraft für dieses einmalige Erlebnis. Ich bin mir sicher, irgendjemand/ irgendwas war die ganze Zeit bei mir. 😇🤗

3 Kommentare

  1. Avatar von Alp Alp sagt:

    Sauber.🕺🎶🕺🎵👉🤯🏁

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    1. Ja. Vielen lieben Dank. Auch für s Begleiten, Lesen und Deine Kommentare. 🤗😘 Jetzt heißt es erstmal ankommen. 😇

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  2. Avatar von Alp Alp sagt:

    Sauber

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