
Nach einer etwas verkürzten Nacht stand ich um 6:00 Uhr auf meinem Board. (Campingplatz kann ganz schön anstrengend sein. Nachts um halb 1 Ehe-Krise bei den Nachbarn und „hochphilosophische“ Gespräche vor dem Waschhaus. Oropax war auch keine Lösung.🥴 Da lob ich mir die Vögel am frühen Morgen.)
Heute war der Wind mal so, wie ich ihn brauchte – entweder still, ablandig oder Rückenwind. Auf glatter See fuhr ich so vor mich hin, feilte zwischendurch entspannt an meiner Paddeltechnik. Um das Booknis Eck herum bog ich in die Eckernförder Bucht ein. Vorbei an einer schönen Steilküste mit den verschiedensten Vögeln (Austerfischern, Mauerseglern…) ging mein Weg über Langholz. Hier wurden Erinnerungen wach an schöne Klassenfahrten auf dem Reiterhof Juhl, der immer noch existiert und modernisiert wurde 👍. Am Campingplatz Langholz gab es dann den ersten Kaffee für mich heute. Dabei entdeckte ich eine neue Sicherung meines SUPs, da am Strand nur Steine waren 😇. Der kleine Laden, Cafe, Bar auf dem Campingplatz machte einen sehr liebevoll individuell geführten Eindruck; könnte mir vorstellen, hier mal zu übernachten.
Das Übungsfeld Ludwigsburg umfuhr ich mit entsprechendem Abstand. Das hat richtig Spaß gemacht, da ja fast kein Wind war… kurze Pause in Karlsminde, dann war schon mein Ziel Hemmelmark in Sicht. Doch plötzlich änderte sich der Himmel, alle Vorhersage war zunichte. Dann ein Donner und ein Blitz, also raus aus dem Wasser. Und so wartete ich gefühlte 1 1/2 Stunden im Regen. Neue Erfahrung: In jeder Pause nicht nur aufs Wetter und den Wind schauen, sondern auch mal einen Blick aufs Regenradar riskieren. 🤷
Strecke: 17,5 km (Fischlegerstrand-Hemmelmark) — 100er Marke heute geknackt 💖
Highlight: das glatte Wasser mit mir über Kilometer und der Rückenwind
Herausforderung: Entscheidungen akzeptieren und nicht anzweifeln, bin jetzt hier und das ist gut so und zu merken, wann nach einem Gewitter der richtige Zeitpunkt ist, um weiter zu fahren
Danke: an die beiden Herren, die mein SUP an Land getragen haben in einer meiner Pausen und an das Mädchen, welches mir ein wichtiges Örtchen gezeigt hat 😉. Ganz lieben Dank auch an Jürgen vom Flensburger Ruderclub, der mir erklärt hat, wie ich sicher um die Militärstützpunkte herum komme und im Notfall für mich da ist 🤗, Danke an meinen Zeltnachbarn Jürgen, der mir sofort angeboten hat, mich mit seinem kleinen Bötchen um den Marinestützpunkt zu fahren. 😇 Danke Dir Wind, dass du heute für mich warst.
Zum Schluss noch etwas zum Kormoran: Wenn er erhaben und mit voller Größe sein Gefieder auf den Steinen trocknet, erinnert er mich immer daran, dass auch ich mich aufrichte und groß mache. Vor zwei Jahren schon beim Wandern und jetzt beim Paddeln. Danke.


